Who runs the system. Managen. Und managen lassen.

Manchmal ist es gut, auf ganz unterschiedlichen Veranstaltungen zu sein. Zum Beispiel auf einer Veranstaltung zum Thema Patientensimulation. In seinem einleitenden Beitrag hat sich der Lernpsychologe Theo Wehner, ETH Zürich, mit der Frage der Fehlerfreundlichkeit beschäftigt. Wie gehen Systeme mit Fehlern um, was lernen sie daraus, ist die zentrale Frage. Für das Politikmanagement schließt sich eine weitere Frage an: Who runs the System. Einige Grundsatzüberlegungen.

Das Problem politischer Entscheidungen ist oft, dass sie als geschlossenees Modell von Gouvernence gedacht wird: Die Politik steuert. Und deshalb muss sich alle Informationen zur Verfügung haben, um diese Steuerung vornehmen zu können. Systeme werden in dieser Denkschule so begriffen, dass sie funktional für die scheinbar steuernde Ebene sind.

Und damit beginnt das Problem. Zum Beispiel in der Schulpolitik. Lehrkräfte, also diejenigen, die die eigentlichen Macher des Systems sind, die ihre Leistungen erst herstellen, Lehrkräfte, die werden nur als feststehende Randbedingungen des Systems betrachtet. Etwa so, wie der Fahrer eines Autos seine Reifen betrachtet. Sie haben klaglos ihre Arbeit zu tun. Mehr ist nicht.

Das System „Schule“ ist hier tatsächlich dysfunktional. Denn das Wissen der Lehrkräfte wird nicht genutzt, um ihre Arbeit zu verbessern. Höchstens, ein hochbezahlter Unternehmensberater fragt das mal ab, um mit den Ergebnissen im Nirvana politischer Entscheidungen zu entschwinden. Das wars dann!

Wie, so die Überlegungen, müssten Systeme aussehen, die Lernen, lernen dürfen und lernen sollen, nicht nur berücksichtigt, sondern zum Ausgangspunkt der Überlegungen macht? Welche Faktoren müssen Berücksichtigung finden, wenn Systeme die Motivation ihrer Mitarbeiter aufgreifen, wie müssen Entscheidungsinstanzen angelegt sein, um Entscheidungen möglich zu machen und andererseits die Richtung des Gesamtsystems steuern zu können. Wie ist das große Problem der Übersteuerung zu lösen. Übersteuerung tritt immer dann auf, wenn

  • Zeiträume für die Umsetzung und Selbstausrichtung der Systeme nicht genügend wahrgenommen werden
  • Die Impulse zu sehr mit anderen Impulsen und Incentives konkurrieren und deshalb zu Dysfunktionalitäten führen.
  • Systeme mit zu wenigen Ressourcen ausgestattet werden, um diese Ziele erreichen zu können und deshalb Ersatzziele definiert.

Weitere Überlegungen folgen.

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