Weniger Akademiker, weniger Arbeitslose

Eine OECD-Studie, so meldet die Süddeutsche in ihrer Ausgabe vom 26.6.2013, bilanziert. Deutschland hat nur 28% Akademiker, aber weniger Arbeitslose als die übrigen europäischen Länder mit zum Teil bis zu 40%% Akademiker. Zeit, sein eigenes Bild zu revidieren.

Die Priesterherrschaft der Intellektuellen (Helmut Schelsky) wird entzaubert. Um es in ein extremes Bild zu bringen: Eine Gesellschaft, in der 20% aller Menschen Sozialwissenschaften studieren, ist keine zukunftsfähige Gesellschaft. Es können dort wohl alle über zukunftsfähige Gesellschaft parlieren, die Grundlagen dazu legen aber andere. Wie Schelsky schon sagte. Gesellschaft braucht eine differenziertere Wahrnehmung von sich selbst. Die Konzentration auf formale Bildung, das Abitur als „höchster Bildungsstufe“ ist ein Fehler, weil plötzlich alle jungen Menschen, auch die, die nicht stillsitzen wollen und die sich nur für Dinge interessieren, die verwertbar sind, sich qua Nürnberger Trichter Wissen in den Kopf füllen sollen. Und darüber das Selbstwertgefühl für sich selber verlieren. Ein flexibles Bildungssystem mit Durchlässigkeit und Anerkennung der Gleichrangigkeit beruflicher Erfahrung mit akademischer Bildung, das ist die Alternative.

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