Was Schleswig-Holstein zeigt.

Wie wenig es den Menschen ums konkrete Programm geht. Und wie stark die Frage greifbarer Persönlichkeiten eine Rolle spielt. 

Wir halten fest: Eine Landesregierung, die ordentliche Politik gemacht hat, mitsamt der SPD und ihrem Ministerpräsidenten. Der hatte nur zwei Fehler: Offensichtlich keine Rampensau im Wahlkampf und dann eine ganz schwieriges Äußerung über die Ex-Ehefrau. Letzteres hat ihn das Genick gebrochen.

Wir halten ausserdem fest: Ein Robert Habeck, der, bekannt über die Spitzenkandidatur, als echter Rock’n Roller greifbar und erlebbar ist. Jemand, der, obwohl er gar nicht auf der Liste steht, gemeinsam mit Monika Heinold das Spitzenteam bildete.

Er hat auf die Formalias gepfiffen. 

Meine These: Die Menschen wollen Spitzenleute, mit denen sie sich identifizieren können, denen sie Vertrauen schenken.

Worauf sie verzichten können, sind 100seitige Programme. Das heisst nicht, dass Inhalte unwichtig sind. Aber diese aufgeblähten Weltveränderungsprogramme, auf die kann jede Partei verzichten. Die Richtung ist klar, ob mehr Ökologie, mehr Soziales oder mehr Weiter so. Der Wunsch nach Stabilität ist sichtbar, nach Augenmass. Wer alles will, verliert alles. Und Spitzenkandidaten, die nach innen austarieren, verlieren nach außen. 

Und noch ein Hinweis: G8/G9. Dass man mit Schulpolitik nichts gewinnnen kann, wohl aber verlieren, wissen wir. Die G8/G9 Frage ist für keine der Parteien substanziell (Blick nach NRW), alle verhalten sich da taktisch. Warum versteht eigentlich keiner aus den linken Programmparteien, dass das aufgebläht inhaltliche längst niemand mehr glaubt. Augenmaß gefragt! Und persönliches Profil.

 

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