Warum mehr Kommunikation immer weniger kommuniziert

Es gab einmal eine gute Idee. An öffentlichen Baustellen wurden Baustellenschilder aufgestellt, die über Art und Dauer der Baumaßnahmen informierte. Das war in München, man war’s zufrieden, weil man ungefähr wusste, wann wo und warum gebaut wurde. Und natürlich wurde auch erwähnt, wer da baut.

Und heute?

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Die Idee des Bauschildes ist geblieben, alleine der Inhalt hat sich verlagert. Es wird zwar immerhin erwähnt, wo gebaut wird (aber das wüsste man selber, man müsste sich nur umsehen), zugenommen hat aber die Erwähnung derer, die auch mal mitgeredet haben. Es baut die Stadt Berlin, gefördert durch die Bundesregierung, durch Beschluss des Bundestags.

Dümmer geht’s nimmer! Wenn die Bundestagsabgeordneten keine andere Bestätigung ihrer Existenz verspüren als nun auch auf den Bauschildern Erwähnung zu finden, – na, ja, die Schlussfolgerung überlasse ich anderen.

So schlagen ursprünglich gute Ideen in das Gegenteil um. Was auch darauf hinweist, dass manch gute Idee auf dem Weg zu ihrer Realisierung fürchterlichen Verschlimmbesserungen unterzogen ist.

Dass die Stadt Berlin hier nicht eine Straße, sondern Zukunft baut, sei nur noch am Rande erwähnt.

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