Warum die Ökonomisierung des Politischen gescheitert ist.

Die Gleichung vom Eigennutz als Triebkraft der gesellschaftlichen Entwicklung funktioniert in einem Markt mit vielen Akteuren, nicht aber auf einem Marktplatz der Oligopole

“To big to fail”, dieses Sprichwort beschreibt das Ende eines blind funktionierenden Marktes.

Das Aufkommen der Shareholderorientierten, kurzfristig gewinnorientierten Ökonomie führt zu verantwortungslosem, eigennutzorientiertem Handeln (Wer in vier Jahren so viel Geld verdienen kann, dass er sein Leben lang nicht mehr arbeiten muss, verliert den Leistungsanreiz).

Das Gerede von der Leistungselite wird nur dann Realität, wenn Leistungsversagen auch tatsächlich belohnt wird.

Die Nähe von Shareholder-Ökonomie und Politik führt zu einem unguten Gehaltswettbewerb zwischen beiden Gruppen: Die Dummen sind dabei die Politiker, die sich nur dem Gemeinwohl verpflichtet sind, und nicht der eigenen Einkommensoptimierung

„Man sieht sich immer zweimal“ beschreibt ein Merkmal der Oligopolbildung: Sanft miteinander umzugehen, damit sich harte Urteile nicht gegen einen selbst wenden.

Nur wenn der Zwang der anonymen Märkte zu Rücksichtslosigkeit zwingt, wirkt die zerstörerische Kraft des Marktes

Das Neue kommt auch in den USA durch kleine Unternehmen, nicht durch große Oligopole. Die Oligopole sind lediglich die Integratoren.

Das System von Checks and Balances ist außer Kraft geraten. Medien sind von Informationen abhängig, dadurch sind sie als vierte Gewalt nicht mehr existent

Wir brauchen eine oligopoltheoretische Untersuchung der gesellschaftlichen Verhältnisse.

Die Dominanz der Parteien im politischen System paralysiert verschiedene Systeme.

Die McKinseyanisierung der Politik: Es gibt nur vier Parteien, aber diese sind ideenpolitisch alle von denselben Einflüsterern dominiert: McKinsey, Roland Berger.

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