Warum die Berliner Nachwehen wie Bocksgesänge klingen

Jetzt hauen sie aufeinander ein, die Berliner Wunschpartner von Rot und Grün. Das müsste nicht weiter interessieren, wenn es nicht den Blick auf die Unterkonstruktion frei gäbe. Und siehe da, das Boot ist leck. Nur merken das die Streithähne auf dem Oberdeck halt nicht.

Wer die Art der Argumente verfolgt, wundert sich, wie alles verkürzt wird: Grundsätzliche FÜRS und WIDERS von Infrastrukturprojekten sind gefordert, der Untergang des Abendlandes wird beschworen. Das Berliner Plätschern wird bundesweit verstärkt.y

Wem soll das denn imponieren? Die politikverdrossenen Nichtwähler? Die Piraten? „Die“ Wirtschaft? Mit Sicherheit keinen von Dreien. Die Politikverdrossenen hören ohnehin nicht hin, die Aufgeschlossenen denken längst selber. Und Unternehmen wissen inzwischen, dass Parteibücher sehr flexibel sind.

So gefallen sich Politiker, scheinbar erfolgreiche wie gerade gescheiterte, in einer Rolle, die nur ihnen selber Spaß macht. Man kennt sich, man trifft sich, man mag sich. Nicht.

P.S. Der wirkliche Witz an diesem Autobahnstummelstreit ist, dass ohnehin kein Geld dafür im Bundesverkehrswegeplan drin steht. Wie irreal ist das denn!

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