Warum auch der Schredder der politischen Meinungskultur Nutzen stiften kann

Nein, eigentlich muss man um Peter Sloderdijk keinen Gedanken verschwenden. Man stellt sich die Frage, ob er eigentlich unter Drogen arbeitet. Denn wie bei ihm Assoziation an Assoziation geklebt wird, ohne dass logische Bilder entstehen, ist schon faszinierend. Der Zündler an der Moderne. Der Assoziationspapst. Jetzt hat er wieder zugeschlagen. Mit Zwangsabgabe und anderem Zeitgeist-Meinungsmüll. Die Zwangabgabe Steuer wird abgeschafft, ist seine These. Wenn wir ihm anarchistische Motive unterstellen würden, würden wir sagen, der Mann will die Liberalen und ihre Denkmodelle bloß stellen. Aber jetzt kommt Schung ins Spiel.

FAZ, 7.11.2009, Paul Kirchhoff: Die Steuer ist der Preis der Freiheit.

Der Erfinder des „Steuererklärung muss auf einen Bierdeckel passen“ und späterer Merkel-Vernichter Paul Kirchoff hat iin der FAZ Stellung bezogen. Und die Steuer als rationales und ordnendes Prinzip wieder an seinen Platz gestellt.

Nichts ist, wie es war. Und auch einem skeptischen Beobachter wie mir dämmert, dass hier ein neues argumentatives Spielfeld eröffnet wird. Ein Spielfeld, auf dem, wenn sie sich darauf einlässt, die Bundesregierung als Sieger hervor gehen kann. Die Partie geht um die Frage, auf welchen Prinzipien unsere nationale, europäische und westliche Hemisphäre sich rückbesinnt, um in der globalisierten Welt Position zu beziehen.

Endlich eine große Debatte, an der sich bereits viele Köpfe beteiligen. Die Denkergesellschaft lebt!

P.S. Eine Nachricht an die Mediengesellschaft. Auch ein gescheiterter Politikerphilosoph kann weiterhin ein großartiger und großartig formulierender Wissenschaftler sein.

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