Von der CSU lernen heißt, siegen lernen!

Frau Aigner macht es den Grünen vor, wie Generationswechsel geht. Und dass die Lehren der Vergangenheit, man muss eine interne Machtposition haben, nicht immer stimmt. Was die Lektion Aigner sagt.

Zum einen: Die Öffentlichkeit mitnehmen können, ist Gold wert. Und das kann Ilse Aigner. Zum anderen: Der bisherige Weg an die Macht der CSU war immer über Bayern. Die Tour über die Bundesebene war nur für die Farblosen und Warmduscher. Ilse Aigner kann es anders machen, sie hat Landtagserfahrung, sie hat Ministeriumserfahrung. Sie will, sprich, sie fordert Führung ein. Und sie macht das, wie die CSU toleriert. Still, konsequent, radikal. So geht das. Führung heißt auch, den anderen zu zeigen, dass man die Nr. 1 im Stall ist. Oder sein wil. „Ja, ich will!“, wenn dieser Ruf nicht vom Kandidaten, der Kandidatin ausgeht, tut man sich schwer. Auch in einer Partei der Reflexiven (Es gibt aber auch eine reflexive Machtausübung, siehe Kretschmann).

Und wer jetzt herumdiskutieren will, dass ja noch nicht bewiesen ist, dass das alles klappt: Ja, richtig. Aber da die Welt und unser politisches System Karussel fährt, sind die Schlafwagentouren zur Macht ohnehin passe. Zum Erfolg gehört: Den für sich persönlich richtigen Moment herannahen lassen, weil Politik ein Spiel auf verschiedenen Fronten ist: öffentliche Führung, parteiliche Führung, Führung von Verwaltungen, Agendasetting in politischer Verantwortung. Ein anspruchsvolles Programm, für das es keine Ausbildung gibt. Dann den richtigen Zeitpunkt abpassen (Chairos). Und konzentriert dabei bleiben, Öffentlichkeit, Medien, eigene Wählerschaft, eigene Partei gleichermaßen bei Laune halten. UND ALL DEN RELEVANTEN ZIELGRUPPEN DIE MÖGLICHKEIT GEBEN, die Kandidatin, den Kandidaten neu zu entdecken. Neugier auf die Person wecken. Die Phantasie frei setzen, was diese Person besser machen würde als diejenigen, die jetzt dran sind.

So wird ein Schuh draus. Wege zur Macht. Führung ist Kommunikation. Reflexive Führung bedeutet, Menschen ein Stück des Wegs als mentale Wegbegleiter gewinnen. Damit es kein Strohfeuer wird.

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