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In der Süddeutschen vom 30.4.2010, Wochenendbeilage kommentiert Petra Steinberger einen interessanten Vorgang. Die amerikanischen Militäs hätten den Einsatz von Powerpoints verboten. Der kurze Beitrag wird hier wiedergegeben, weil ich über etwas anderes reden will: Die Fehler, die entstehen, wenn man sich von den Schlachtfeldern Bilder macht.

Dabei ist die Powerpoint, auf die hier Bezug genommen wird, ganz anders als einfach:

Die Powerpoints, die das US-Militär künftig nicht mehr zeigt.

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Heribert Prantl hat uns eins mitgegeben. In seinem Einseiter über die Ernennung von Aygül Ozkan hat er in einer langen Tour’horizont die traurigen vergangenen vierzig Jahre deutscher Nichteinwanderungspolitik resumiert. Seine Zwischenbilanz über das Dilletieren der Deutschen Politik:

“2005 kam das neue Zuwanderungsgesetz, das nicht Einwanderungsgesetz heißen durfte. Es hatte eigentlich, nach den Entwürfen von Expertenkommissionen aller Parteien, einen großen bunten Teppich weben sollen, auf dem Integration stattfinden kann. Es wurde nur ein Topflappen daraus. Mit diesem Topflappen werden seitdem, immerhin, die Probleme angepackt.”

Es geht weiter. Und nur zur Erinnerung: 1964 wurde der millionste Gastarbeiter, Armando Rodrigues aus Portugal, feierlich begrüsst. 1964! 46 danach häckelt die politische Klasse in Deutschland noch immer Topflappen.

Ulrich Beck kommentiert die Weltlage in Beck’s Welt zwar aus Anlass des Vukans über Europa, seine Aussagen gelten auch hier:

“Mit dem Ascheflug wiederholte sich also das politische Lehrstück, das die Finanzkrise ebenso wie die Terrorakte des 11. September oder der Rinderwahnsinn wieder und wieder vorspielen: Es könnte so vieles einfacher sein, wenn die Menschen, die Interessenorganisationen und die Politiker die antiquierte Vorstellung von nationaler Souveränität fallen ließen und begreifen würden, dass sich Souveränität nur weltinnenpolitisch zurückgewinnen lässt auf der Basis von Kooperation, Absprache und Verhandlung.”

Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

Deutsche Innovationspolitik produziert hohe Sitzungsgelder, Spesenrechungen und wenig Ergebnisse. Einige Thesen, wie es anders gehen könnte.

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Die Berliner Republik ist wieder auf das Modell des Rheinischen Kapitalismus verfallen. Doch anders als in der Nachkriegszeit, in der es darum ging, industrielle Strukturen wieder aufzurichten, geht es jetzt darum, im Wettbewerb mit jungen dynamischen Volkswirtschaften mit leistungsbereiter Bevölkerung und ehrgeizigen Führungsmannschaften, Innovationsführerschaft zu behaupten.

Der FAZ vom 27.4. ist ein besonderer Einblick in die deutsche Führungs-Un-Kultur gelungen. Es geht um die Plattform “Nationale Elektromobilität”. Und wer mit wem kann und mit wem nicht. Und wer weshalb in welchem Gremiums sitzt, das die tröpfelnden Innovationsgelder an die immersatten Marktführer verteilt.

Wird so Innovation organisiert? Sehen sie selbst in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27.04.2010 Seite 16. Oder kurzes Mail an mich, dann kommt der Artikel postwendend.

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Nebst einigen Anmerkungen zur Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Integrationspolitik

Wo setzt eigentlich gute Integrationspolitik an. Mein Eindruck: Anderswo als die “offizielle” Integrationspolitik glaubt. Die kondensierte mehrheitsdeutsche Sicht auf die Dinge liest sich doch so: Sollen DIE Migranten, die nach Deutschland kommen, doch erst mal Deutsch lernen und sich hier anpassen. Dann können wir gerne weiter reden. Und, getreu der Idee von “Fordern und Fördern”, machen sich die mehrheitsdeutschen Politiker daran, ihre “Agenda” zu stricken. Zum Beispiel Neuköllns Bürgermeister Buschkowski, der sich, im Gegensatz zu einem in dieser Frage weitgehend ahnungslosen Sarrazin, mit großem Engagement und Bodenhaftung, aber halt doch mit einem klassisch altdeutschen Weltbild, daran macht, in Neukölln Infrastruktur zu entwickeln, die auch Menschen mit Migrationshintergrund Einstiegsmöglichkeiten bietet. Tatsache ist aber: Die “offizielle” Integrationspolitik hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der Schlüssel zu einer wirkungsvollen Integrationspolitik heißt Respekt. Und wenn man “Respekt” in den Mittelpunkt einer neuen Integrationspolitik stellt, definiert sich vieles anders. Einige Beobachtungen und Gedanken nach Lektüre des FAS-Sportteils und dem Besuch des Kongresses der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Integrationspolitik.

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Was bleibt von der re:publica2010? Als aktiver Beobachter der politischen Bühne und erstmaliger Besucher der re:publica ist mir eines aufgefalllen: Es gibt ein Neues Deutschland. Und dieses findet abseits der offiziellen Politik statt.

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Worin steckt das Faszinosum des Begriffs Reflexive Modernisierung. Eine Begriffsbestimmung. Und eine wissenschaftspraktische Perspektiventwicklung.

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Manche unter uns glauben, über das Netz würde die Welt neu erfunden. Geld spielt keine Rolle, Beziehungen, “Friends” sind die Währung, die gespielt wird. Und soziale Netzwerke, das sind die großen, kostenlosen Wunderwerke der alles mit jedem Vernetzer, und “ich zeige der Welt mal, was ist heute gemacht habe”. Es ist alles so schön bunt hier. Was auch ok ist. Aber Menschen mit marxistischer Grundbildung (Erst kommt das Fressen, dann die Moral), haben sich schon immer gewundert, warum die Apologeten der Postmoderne glauben, wirtschaftliche Macht, Geld und das alles würde keine Rolle spielen. Dabei wird die Netzökonomie seit der Jahrtausendwende nur von einer Spekulationsblase getrieben, durch die, beispielsweise im Falle Google, es besser ist, jede erdenkliche Geschäftsidee zu fördern anstatt den Aktienkurs verfallen zu lassen. Und Google ist ja nicht kostenlos, sondern die Refinanzierung erfolgt über ein für den Nutzer unsichtbares Geschäftsmodell.

Warum ich der festen Überzeugung bin, dass das Ende des offenen Netzes gekommen ist. Nach der Lektüre von Bernd Graffs iPad-Unbehagen im süddeutschen Feuilleton vom 7.4.2010.

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Afghanistan. Und wir.

Die Schlacht ist im vollen Gange! Aber nicht am Kundus, sondern der Krieg findet mitten in Deutschland statt. Die Salonlöwen laufen sich warm, um von den Leichen am Fluß auch noch ein Stück ab zu bekommen. Ein Trauerspiel, bei dem sich wieder einmal zeigt: Die Blöden sind die, die vor Ort sind.

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In der Frankfurter am Sonntag (4.3.2010, Wirtschaft, S. 31) lese ich einen Beitrag von Georg Meck darüber, was Manager von Apple lernen können wollen. Es ist wie bei Obama. Man ahnt bereits dass eine Applemania die anderen Unternehmen nicht weiter bringen wird. Weil “die Produkte sexy zu machen”, zwar ein schöner Traum sind, aber nur ein Element der Apple-Strategie waren. Einige Überlegungen darüber, warum es falsch sein kann, Strategien zu übernehmen.

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