Middelhoffs Nachtreten

Nur peinlich ist es, wenn Deutschlands bestbezahlter Managementversager, wir sprechen von Thomas Middelhoff, wie heute in der Süddeutschen, jetzt auch noch sein Gewissen in aller Öffentlichkeit reinwaschen will. Zur Erinnerung: Der Mann hat schon Bertelsmann mit Internetflausen besoffen geredet und konnte dort nur unbeschadet abgegen, weil der gegen seinen Willen notwendige Verkauf von AOL zu Hypeezeiten so viel Geld in die Kasse gebracht hat.

Dieser Mann ist ein Ausbund des Investment- und Finanzkapitalismus: Wie rede ich ein Unternehmen groß, ohne mich mit dem Geschäftsmodell und seinen eigentlichen Leistungen zu beschäftigen. Ich spiele das Schachtelspiel: Fusioniere, strukturiere um, beschäftige mich mit einem neuen Namen für das Ganze und rede so alle besoffen.

Nicht zu vergessen, das Milllionen-Ding mit dem Esch-Immobilien-Fonds. Man muss ja seine Schäfchen ins Trockene bringen.

Kann der nicht einmal die Klappe halten. Kann er nicht einmal, wenn Tausende wegen seines Versagens vor der Türe stehen und unverschuldet keine Arbeit mehr haben, Demut und Bescheidenheit zeigen.

Oder kann nicht einmal einer der Politiker ihn völlig kostenfrei auf seinen Platz verweisen?

Nee, is‘ nicht. Stattdessen tönt er wieder rum, malt seine Kästchenbilder, wen er mit wem zu mergen gedenkt, neue Synergien, neue Horizonte. Bloß nicht zurück schauen. Es könnte bitter sein.

Die Zigarettenindustrie macht’s vor: Wie wäre es mit einem Zwangshinweis. Warnug: Dieser Mann kann Lebenschancen killen. Vor dem Einsatz als Unternehmenschef wird gewarnt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.