Managing innovations. The Google Case I

Das Beispiel Google eignet sich gut für eine Diskussion über das Verhältnis von Innovation und Regulierung unter den Bedingungen von Globalisierung.

Wer auf der Bühne tanzt:

Ein innovatives Unternehmen mit einem derzeit unangreifbaren Finanzbudget.

Ein Wettbewerber, dessen Bereichsmonopol im Schwinden begriffen ist und der nach langen Auseinandersetzungen mit Datenschützern und Internet-Community doch ein brauchbares Agreement gefunden hat.

Einige gute Ideen, beispielsweise die Digitalisierung der Bibliotheksbestände, die einen Sofortzugriff möglich machen.

Einige hilflose und überforderte Politiker, die auf nationaler, zuweilen auch europäischer Ebene agieren. Und die oftmals nicht wissen, worüber sie reden. Das Beispiel der Familienministerin von der Leyen steht nur Pars pro toto.

Eine Fachöffentlichkeit, die hin und her gerissen ist zwischen „don’t be evil“, den greifbaren Möglichkeiten, mal wirklich das „Wissen der Welt“ verfügbar zu machen und der Befürchtung, dass das damit entstehende Monopol nichts Gutes ist.

Worum es geht. Herrschaftstechnisch.

Bei der Lösung der politischen Steuerungsfrage geht es ja längst nicht mehr um die Frage, ob man steuern will.

Sondern wo man steuern kann.

Und wie es gelingen kann, Innovation zu erhalten oder zu verstärken, den öffentlichen Nutzen fvon Innovation (digitalisierte Buchbestände) zu erschließen ohne (oder zu überschubaren Kosten) vom Monopol abhängig zu werden.

Gleichzeitig geht es auch um die Frage, was man zur Rolle von Politik in einer globalisierten Welt davon lernen kann.

Und: Es gibt die Aufführung des Buches Google Books, dann das Kerngeschäft, Vermarktung von Online-Anzeigen, die konträr zueinander stehen. Denn das Eine, die Digitalisierung von Buchbeständen, hat einen gesellschaftlichen Nutzen. Das andere, die Vermarktung von Online-Anzeigen, ist der Treibstoff, die Gelddruckmaschine.

Ein Stück mit vielen Mitspielern und unterschiedlichen Bühnen. Und einer sehr interessanten und wechselhaften Dramaturgie (die Schurken von gestern sind die Helden von morgen. Aber was wird aus den Helden von heute?)

Dranbleiben!

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