Losing a battle, winning the war. Merkel. Seehofer. Söder.

Keinen Plan zu haben, kann manchmal ganz nütlzlich sein. Nämlich dann, wenn das Gelände unübersichtlich ist. Dann kommt es lediglich darauf an, dass man das Ziel kennt und jeder die Verantwortung übernimmt, die er tragen kann. 

Die Union ist so ein Beispiel. Söder, der Buhmann von der CSU, macht scheinbar den Ausputzer. Jetzt hat ihn Zickzackhorst in den Sänkel gestellt. Der Bub hat eine Ohrfeige erhalten, dass es klatscht. Aber wer hat jetzt gewonnen, wer verloren?

Wer immer nur das beurteilt, was er gerade sieht, hat schon verloren. Söder, der starke Mann der CSU, hat eine Schlacht verloren. Den Krieg um die Nachfolge noch lange nicht. Der wird in  einem internen Ränkespiel in der CSU ausgetragen, bei dem derjenige, der sich was traut, sehr wohl vorne liegen kann; – trotz klatschender Niederlagen.

Es kommt nämlich drauf an, wen er in der internen Hierarchie für sich gewinnen kann, wie viel Networking der Söder in seiner Partei macht. Die Ilse gilt gemeinhin als Weichei. Von Seehofers Gnaden reicht nicht in einer Partei, die von Testeron regiert wird. Hier darf man Mann sein. Aber man muss sich auch trauen. 

Wer meint, dass die Union ein schlechtes Bild abgibt in der Flüchtlingsfrage, der täuscht sich übrigens auch. Die linken Parteien halten die klein, die sich besorgt zeigen, ob nicht steuerbarer Zuwanderung. Das sind über Parteigrenzen hinweg diejenigen, die nicht nur betroffen sind, sondern über den Tag hinaus sehen und auch an übermorgen denken. An Kosten, Folgewirkungen, Ängste, Veränderungen. 

In der Union hat jeder Deutsche (also jeder Biodeutsche) seine Projektionsfläche. Für die Moralischen, Weltoffenen und Problembewußten eine Angela Merkel, die sichtbar macht, dass das Problem nicht an einem Tag zu lösen ist. Für diejenigen, die sich um den Status Quo sorgen, ein Horst, der poltert, aber dann, wie jeder gute Herzog, sich dem König oder der Königin, die auch in Muttiverkleidung auftreten kann, unterwirft. Und für diejenigen, denen das alles nicht langt, gibt es Söder. 

Wichtig ist, dass Ordnungsrufe dann auch ankommen. Oben bleibt obben, unten unten. Und so arbeitet die CDUCSU weiter nach dem Motto getrennt marschieren, gemeinsam siegen. Bei der SPD muss alle Rollen ein sichtlich überforderter Gabriel wahrnehmen. Das irritiert. 

 

Bei den Grünen gibt’s Palmer. Na, wenigstens. 

 

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