Ich habe mich geirrt. Klima, Merkel und die große Koalition

Feigheit. Anders kann man es nicht nennen. Meine persönliche Prognose war, dass Merkel kurz vor ihrem Abtritt in einem für sie wichtigen Thema nochmal etwas Großes zustande bringt. Das auch, um das Wachstum der Grünen, als Morgengabe an AKK, zu bremsen.

Sie hat es nicht getan. Jetzt lacht die Welt über uns. Die Deutschen. Die Erfinder der Energiewende.

Meine Befürchtung war ja, dass, wenn die GroKo jetzt was Ordentliches zustande kommt, die Luft für das Thema Klima raus wäre. Aber nein, ist es nicht. Die Beschlüsse sind, wenn die Grünen jetzt keinen Fehler machen, ein Turbo für sie.

Wer gestern Anne Will beobachtet hat, oder heute morgen Steingarts Morning Briefing , Verkehrsminister Scheuer hört, weiß, dass „Sie“, also vor allem die CDU/CSU jetzt suggerieren wollen, man kann das alles mit Innovation lösen. Verzicht ist Gift. Scheuer macht das am Handwerker fest, der das Auto braucht, um zum Kunden zu kommen oder die Hebamme zur Gebärenden.

Dabei bedingen sich Verbote, Förderung und Innovation. Wenn es nicht weniger Autos auf der Straße gibt, wie soll dann der Handwerker oder die Hebamme zum Einsatzort kommen?

Ein bißchen wirkt es so, als teste die CDU/CSU aus, wie blöde ihre Wähler und Wählerinnen schon sind (oder wie wenig sie es interessiert). Zukunftsorientierung sieht anders aus.

So zeigt sich die Trennlinie in der Mitte der Gesellschaft jetzt entlang der Frage, ob man genauer hinsieht , wie Edenhofer,  Friday for Future, gestern wieder einmal Annalena Baerbock getan hat. Oder ob man alles laufen lässt, weil man niemand verunsichern will. Wie Peter Altmaier und „Andi“ Scheuer.

Was noch nicht heißt, dass man schon den richtigen Plan hat, um das Problem wirklich zu lösen. Alleine kann das die Politik nicht stemmen. Sie braucht jeden von uns dazu.

Und die Unternehmen.

 

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