Heribert Prantl zum Frühlingsanfang. Deutsch ist, was hier ist. Trotz Politik

Heribert Prantl hat uns eins mitgegeben. In seinem Einseiter über die Ernennung von Aygül Ozkan hat er in einer langen Tour’horizont die traurigen vergangenen vierzig Jahre deutscher Nichteinwanderungspolitik resumiert. Seine Zwischenbilanz über das Dilletieren der Deutschen Politik:

„2005 kam das neue Zuwanderungsgesetz, das nicht Einwanderungsgesetz heißen durfte. Es hatte eigentlich, nach den Entwürfen von Expertenkommissionen aller Parteien, einen großen bunten Teppich weben sollen, auf dem Integration stattfinden kann. Es wurde nur ein Topflappen daraus. Mit diesem Topflappen werden seitdem, immerhin, die Probleme angepackt.“

Es geht weiter. Und nur zur Erinnerung: 1964 wurde der millionste Gastarbeiter, Armando Rodrigues aus Portugal, feierlich begrüsst. 1964! 46 danach häckelt die politische Klasse in Deutschland noch immer Topflappen.

Ulrich Beck kommentiert die Weltlage in Beck’s Welt zwar aus Anlass des Vukans über Europa, seine Aussagen gelten auch hier:

„Mit dem Ascheflug wiederholte sich also das politische Lehrstück, das die Finanzkrise ebenso wie die Terrorakte des 11. September oder der Rinderwahnsinn wieder und wieder vorspielen: Es könnte so vieles einfacher sein, wenn die Menschen, die Interessenorganisationen und die Politiker die antiquierte Vorstellung von nationaler Souveränität fallen ließen und begreifen würden, dass sich Souveränität nur weltinnenpolitisch zurückgewinnen lässt auf der Basis von Kooperation, Absprache und Verhandlung.“

Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

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