Globale Ungleichzeitigkeiten

Man muss nur diese Spiegelgeschichte lesen: Ein Zwölfjähriger, vom IS mit seinen Geschwistern entführt, die Eltern erschossen, die Kinder systematisch zu Todesmaschinen trainiert: http://l.spiegel.de/hKaMxQfG. Und wir hier in Deutschland, um Konfliktvermeidung und sprachliche Konfliktregelung bemüht. 

Was für ein GAP. Natürlich sind Ängste berechtigt, wie es ist, wenn Menschen mit so (unmenschlich?-) anderen Erfahrungen hierhin flüchten. Richtig ist nur, dass wir keine Mauer um Europa bauen können. Was nicht heißt, dass wir die Zuwanderung, die Flucht gar nicht steuern können. 

Wenn man das Handlungsfeld so einschränkt, werden plötzlich alle notwendigen und möglichen Maßnahmen ganz klein. 

Man könnte auch sagen: Muddling trough. Es gibt eine problemlose Lösung. 

Die aufgeklärten Menschen haben das verstanden. Warum aber Politiker so tun, als ob es nur die Lösung gibt, die sie vorschlagen, als ob wir hier darum streiten, ob wir das Recht auf Asyl einschränken oder nicht, verstehe ich nicht. 

Ja, wir schränken es ein. Zu klären bleibt nur, wie, welche Folgen, erwünschte und unerwünschte, das hat. 

Mehr nicht. 

Wenn sich politische Debatten endlich mal in diese Niederungen begeben würden, wäre die Fallhöhe nicht so groß. Aber der Zusammenhalt größer. 

„To figure out the way through“, es geht darum, einen Weg zu finden. 

Kapitulation gilt nicht. 

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