Die Wirtschaftsversteher. Die CDU ist es nicht. Warum aber glauben das trotzdem alle?

Super interessanter Beitrag in der FAS vom 7.6.. Wer hat, fragt der Autor Ralf Bollmann, eigentlich die meisten wirtschaftsrelevanten Reformen vorangetrieben. Der Preis geht an: Tata! Rotgrün. Insgesamt eigentlich eher an die Sozialdemokraten. Und da nur an einige wenige. Die CDU hat sich da eher als Bewahrerin des Bestehenden gezeigt, mithin auch der bestehenden Privilegen. 

Da schließen sich einige Fragen an: 

1) Warum eigentlich tut die Unternehmerfront so, als ob die CDU ihre Partei wäre? 

2) Was heißt das für die Altmarxisten unter uns (Bin auch einer): Bedeutet das, dass Stallgeruch, Vermeidung überflüssiger Diskussionen, In-Group-Verhalten, Konfliktunfähigkeit mehr zählt, als OBJEKTIVE Interessen. Gerade für Jürgen Trittin, der doch seine alten revolutionären Argumente auslotet, wäre das doch mal ein lohnendes Objekt zum Nachdenken. Weil dann nämlich sichbar werden würde, worin seine Verdienste lagen: Konflitfähig zu sein, einen klaren Rahmen zu setzen,  auch mit Selbstverpflichtungen. Dann aber, und zwar knallhart, das durchzusetzen, was angekündigt war. Verlässlichkeit, auch wenn es weh tut. 

3) Was heißt das für Grüne (die einzige Frage, auf die ich eine Antwort weiß): a) Konfliktfähigkeit, immer wieder zeigen, dass man sehr wohl harte Schnitte machen kann (und zwar auch, wenn es „denen da oben“ weh tut), b) diese Schnitte so anzulegen, dass sie die Spreu (brässige, denkfaule oder selbstbesoffene Manager) von denen trennt, die Verantwortung für Veränderung übernehmen. c) Die Konflikte begrenzen (weil sie mentale und Kampagnenressourcen benötigen). Und d) verstehen, dass es beides braucht, eine Langfristorientierung und eine ad-hoc Justierung: Was jetzt zu tun ist!

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