Die Angst des Torwarts

Walter Steinmeyer ist eigentlich ein kluger. Aber das Interview, das er am 7.4. dem Handelsblatt gibt, lässt daran Zweifel aufkommen. Er trommelt das Linke Lagerlied und wähnt sich als Sieger, weil er im Windschatten der vormals ökologischen Kleinpartei und wieder auf Kosten einer erstarrten Linkspartei auf ein historisches Ausmaß geschrumpft ist.

So blind kann Selbstliebe sein.

Er konstatiert, dass die GRÜNEN vor neuen Herausforderungen stehen und ihre Alleinstellung Ausstieg verlieren.

Ja, hat der Mann keine Augen?

Dann würde er nämlich erkennen, dass die GRÜNEN seit Anbeginn vor Herausforderungen stehen. Dass sie das Stadium der Ein Themen Partei längst verlassen haben. Und dass sie die einzige Partei sind, die, korrespondierend mit neuen Kernmilieus der modernen Geschafft die Frqgen so stellen, wie diese Kernmilieus. Und auch die Antworten, manchmal zögerlich, selbstreflektiv, so geben, wie sie der Denkhaltung vieler Menschen entspricht. Regieren ist AUCH Kommunikation.

Und während sich Frank-Walter, ohne Bennenung eigener Identität auf seinen Restprozenten entspannt, treiben sich die GRÜNEN neuen Herausforderungen entgegen. Neugierig, selbstkritisch, unsicher.

Damit sind sie Vorbild. In ihrer Bescheidenheit, Selbstkritik, Selbstreflektivität. Die Frage, mit wem sie koalieren wollen, stellen sie erst in zweiter Linie. Weil nicht nur das Amt zum Menschen kommst, sondern auch die Zustimmung der Menschen zu dem, der sich auf die Aufgabe des Dickbrettbohrens versteht. Und nicht zu dem, der reklamiert, der erste am Bohrloch gewesen zu sein.

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