Der Innovationsfonds und die Verwaltung. Oder: Die moderne Variante des Flaschenhalses.

Der Bundesinnovationsfonds ist ein Bundesillusionsfonds, so einer meiner früheren Beiträge. Zwar hat mich Arno Elmer auf einen interessanten Aspekt aufmerksam gemacht, den ich mal den „Büchse der Pandora“-Effekt nennen will.

Der geht so: Wenn mal in dieser Größenordnung Gelder ausgeschüttet, die, wie wir in der eHealth-Gesetz 2.0 Arbeitsgruppe der HIMSS DACH-Community konstatiert haben, doch ziemlich oft in Kanäle für digitale Infrastruktur fließen, kriegt man die Büchse nicht mehr zu.

Vorläufig aber gehen die Punkte an mich. Denn die Büchse geht nicht auf.

Kurzform: Der Büchsenöffner klemmt. Der Büchsenöffner, das ist das DLR, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das sich, solange die Luft- und Raumfahrt in Deutschland nich läuft, als Projektbearbeiter betätigt. Den Büchsenöffner betätigt der allseits als tatkräftig bekannte G-BA-Chef Hecken.

So geht staatlich verordnete Innovation in Deutschland. Das wusste auch schon Lenin. (Dessen Durchquerung Deutschlands jährt sich dieser Tage zum 100. Mal!).

Aber wir hoffen weiter, dass die Amis, die Nordeuropäer und UK solange warten, bis wir, die Deutschen, die Innovation nochmal selbst erfunden haben.

Das sehe inzwischen nicht mehr alleine so. Die DAZ zitiert heute die geschätzte Geschäftsführerin des BMC, Dr. Susanne Ozegowski, die sich einschlägig äußert.

Alles dokumentiert in der DAZ online: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/01/10/hoffnungsschimmer-beim-innovationsfonds/chapter:all

Auch die Ärztezeitung äußert sich kritisch.

Vielleicht wäre es doch mal an der Zeit, über eine institutionelle Neuordnung in Sachen Gesundheit nachzudenken. Die Monopolkommission der Bundesregierung hat ja schon ein paar Vorschläge gemacht, wie man Bewegung in die Bude kriegen würde.

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