Apropos Stuttgart 21. Wie andere ihr Geld vergraben

Naja, heimlich denkt so mancher Grüner -ich auch-: Sind wir nicht alle ein bißchen ängstlich? Wären die Berliner Gründerjahre beispielsweise mit ihrem soliden Backsteinbauten und ihrem Stoltz so heute nicht mehr möglich, weil wir zu ängstlich sind?

Falsch, Denkfehler. In den Gründerjahren gab es einen Handelsboom, ja und es gab auch große Projekte, ja. Der Großteil des Aufschwungs resultierte aber aus Marktentwicklungen und musste sich selbst finanzieren. Lediglich die U- und S-Bahnen die Stadtinfrastruktur, mit der müsste man sich näher beschäftigen, wie deren Refinanzierung stattfand.

Aber ein Blick in die Boomregion Naher Osten zeigt auch, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Ein dankenswerter Beitrag von Andreas Kilb der FAS am 19. Dezember über Dubai zeigt, dass auch in anderen Regionen die politisch geplanten Betonideen scheitern. Zu größenwahnsinnig, kann man da lesen, wie Dubai seine künstlichen Inseln geplant hat und die weltgrößte Shoppingmeile der Welt jetzt als eine Art Secound World etwas im luftleeren Raum hängt.

Was ich damit sagen will: Der scheinbar deutsche Kleinmut hat schon seine Berechtigung. Die Gigantomanie in Beton (in Dubai auch mit Gold) ist, nach Abschlag der Spekulationsgelder, doch ziemlich auf Sand gebaut. Lesenswerter Beitrag.

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