Accenture. Betrug. Bundeswehr. Politik. Routine.

Mir kommt das Gähnen. Frau von der Leyen will die Bundeswehr reformieren. Weil alle Prozesse stocken. Sie holt dazu eine erfahrene, aber lesbische Macherin. Die setzt auf die Beratung von Beratern, die sie kennt und schätzt. Das ist gut so.

Korrekt ist es allerdings nicht. Sie hätte eine Ausschreibung machen müssen, europaweit, wer das schon mal getan hat, weiß, dass es mindestens ein Jahr dauert. Wenn es gut geht, wenn jemand den Prozess vorantreibt.

Es war klar, dass Frau von der Leyen nicht bis zum Ende kommt mit ihren Reformvorhaben. Irgendwann ist die Luft raus. Die Staatssekretärin ist auch weg. Das Männerheer Bundeswehr hat sich gegen die Frauenriege an ihrer Spitze munitioniert. Sie haben ja sonst nix zu tun.

Und, nur wer was tut, der macht auch Fehler. Das gilt auch für Frau von der Leyen.

Und die Politik? Frau Merkel schweigt, sie setzt inzwischen ja auf das saarländische Pferd im Stall (das zierliche). Die SPD, tja, weiß gar nicht, was sie tut, die Opposition fordert einen Untersuchungsausschuss.

Alles so unglaublich berechenbar. Und sinnlos.

Wenn jetzt rauskommt, dass Accenture bei einem Auftragsvolumen von 65 Mio. € 25.000 € zuviel abgerechnet hat, die FAZ dazu schreibt, Accenture blase der Wind ins Gesicht, fragt man sich:

Wie blöde dürfen Journalisten eigentlich sein?

Alles sinnlose Spiele, alles sinnlose Rituale.

Das ist es, was Politik der smarten politisch Korrekten so unglaubwürdig macht: Dass sie Regelverletzungen, wenn sie andere tun, etablierte Player, aufplustern und sich mit billigsten Erfolgen zufrieden geben. Anstatt Frau von der Leyen mal dabei zu unterstützen, die Bundeswehr zu einem wehrtauglichen Unternehmen zu machen.

Es zählt nicht, was Lösungen bringt. Und es ist so schön einfach, aus sicherem Abstand rumzumäkeln, was falsch läuft.

Das ist nicht Politik, sondern Kindergarten. Sorry, Jungs und Mädels!

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