Über Nikolaus Huss

Seine Eltern wollten, dass er Bischof wird und hatten in auf das humanistische Gymnasium gesteckt. Er wählte als einziger auf der Schule Mathe und Physik Leistungskurs. Mit 15 wollte er nach gewonnener Barzelwahl in die CSU eintreten, dann hat ihn ein katholischer, aus Indien zurückgekehrter Geistlicher auf die „linke Spur“ gebracht. Er verfügt über die klassischen Grünen-Voraussetzungen: Pädagogik- und Soziologiestudium, Hausbesetzung, ASTA-Vorsitzender. Er war Geschäftsführer der Grünen Baden-Württemberg zu Zeiten von Tschernobyl und dem Volkszählungsboykott. Er hat dort erfolgreich Kampagnen organisiert und Wahlkämpfe gemanagt. Er ist unruhig geblieben, auf die Agenturseite gewechselt, hat für den Verband Chemischer Industrie gearbeitet, die Agentur Ketchum in Deutschland mit aufgebaut, für McDonalds, SAP und Microsoft kommuniziert und lobbyiert. Sein Zugang zu neuen Ideen, Einsichten und Erfahrungen ist die Offenheit gegenüber Menschen, die anders sind. Die an das glauben, was sie tun.

Nichts ist für ihn, wie es zu sein scheint. Und trotzdem lesen sich seine Texte (immer wieder) spielerisch leicht.

Seit 2006 bloggt er zu allem, was ihn bewegt, hier unter www.nikolaus-fruehstuecksfernsehen.de. Der Blog ist ein Kaleidoskop unserer hoch politisierten und -emotionalisierten Welt.

Qui bono? Wem nutzt das, das ist die Frage, die ihn antreibt. Er findet, die neue, grüne Gutmenschlichkeit beginnt in neuer biedermeierlicher Selbstgefälligkeit zu erstarren. Seine Beobachtungen versteht er als Angebote, die Schlichtheit unserer Wissenschafts- und Politikgläubigkeit zu überwinden.

Anything goes, meint er im Rückgriff auf den anarchistischen Wissenphilosophen Paul Feyerabend. Man muss es nur tun. Und ist dabei dem Gedanken von Märkten und Wettbewerb verpflichtet. Doch statt “Entweder” Markt “oder” Staat plädiert er für eine genauere Betrachtung des jeweiligen Themenfeldes.