Von der Lust am Scheitern der Anderen. Was macht #Seehofer

Der Populismus ist los. Oberflächlich betrachtet ist es die Lust am Scheitern der Anderen. Tatsächlich wird aber übersehen, wie man sich damit selber die Stolperfallen aufstellt. 

Die CSU macht es vor. Während die Merkel-CDU geräuschlos Grenzziehung und Abschiebung nachvollzogen hat, macht Macho Seehofer Hardcore: Die Kanzlerin soll zu Kreuze kriechen. 200.000, so wahr mir Gott helfe. 

Was für ein Irrsinn, was für eine Selbstüberhöhung der eigenen Rolle. Rache ist kein guter Ratgeber in der Politik. 

Meint Seehofer wirklich, einer der legendären Nachfolgekandidaten, gar Schwiegersohn Strobl, der zu junge Spahn, wer eigentlich noch, hätte es im Kreuz, Merkel nachzufolgen? Nein, eher wird die CDU nochmal richtig einbrechen. 

Den Bayernrambo Söder will er ja selbst verhindern. 

Freuen kann sich dabei niemand, weil keiner weiss, was dann kommmt. Rotrotgrün? Nun, ganz ausgeschlossen ist das nicht, obwohl meiner bescheidenen Meinung nach sich in dieser Konstellation die schlechten Eigenschaften potenzieren: Scheinbare Wohltaten, weiße Salbe auf die Wunden des Volkes, damit man nicht auf die globale Lage sehen muss. Eine Antwort auf wachsende globale Disruption kann ich auch in dieser Koalition nicht erkennen. 

Dass wir, dass Deutschland und Europa mit anderen Kontinenten konkurrieren muss, das ist dort offensichtlich noch nicht angekommen. 

2017 wird ein Jahr der Entscheidungen. Und niemand hat es im Griff. Wahl in Frankreich, Wahl in Italien, Wahl in Deutschland. Und dann das Gerangel um den Brexit. 

Mir kommen da Begriffe wie Resilienz, Stabilität, Vorsicht, in den Sinn. 

Sich vortasten. Oder anders: Merkeln. Auf eine vernünftige Vorwärtsperspektive, auf ein abwägendes Ja zur Veränderung, müssen wir wohl noch etwas warten. 

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