Von der CDU lernen heisst, l….. lernen. Zum Nichtrücktritt von Peter Tauber.

Sich um die Angelegenheiten anderer Parteien zu kümmern, bringt ja meistens nichts. Aber die Vorgänge rund um den CDU Generalsekretär Tauber zeigen doch deutlich, dass Parteien, wenn sie sich nicht vorsehen, sehr schnell zu Beutegemeinschaftrn engagierter Karrieristen entwickeln. Werte oder Haltung war gestern.

Auch wenn es wehtut, Taubers Rücktritt ist fällig.

Zumindest nach einer solchen halb garen Pseudoentschuldigung. Ein Generalsekretär, der mit seinen Jungs derart brachial und mit derart menschenverachtenden Begriffen Karriere vorantreibt, ist einfach nicht haltbar. Und über die Beteiligung von Frauen sollte er besser nicht mehr reden. Denn der Hinterkopf lacht mit!

Aber, so die Vermutung, er wird gehalten, von den einen, weil sie  Tauber, der sich inzwischen liberalkonservativ gewendet und eloquent, nicht trennen wollen (man weiss nie, was nachkommt) und von den anderen, weil er aus der Region kommt, von den Dritten, weil sie Merkel nicht schaden wollen. 

Die Süddeutsche hat nochmal aufgeschrieben, wie Tauber Srita Heide, die er damals als pseudoengagiert tituliert hat, jetzt als ideal bezeichnet, weil sie dem Bild der modernen CDU entspräche (solange man nicht reinguckt?). 

Was bei der CDU/CSU ansteht, ist eine wirkliche Debatte darüber angesagt, was sie nach Merkel noch ausmacht, was die eigenen Werte sind und wen man zu repräsentieren gedenkt. Wer nur aus taktischen Gründen Kulissen ins Schaufenster schiebt, das aber nicht ernst meint, der wird auf Dauer scheitern. In der Berliner SPD hat Saleh auch mal einen Stein ins Wasser geworfen. Partei und reflexhaft gepolte Medien haben daraus eine Personaldebatte gemacht. Und die Grünen, die sich jetzt, nachdem sie sich in elf Bundesländern an die Regierung geschlichen haben, meinen noch immer, sich auf der Gewinnerstrasse zu befinden. 

Tun sie nur numerisch. Viele ihrer Unterstützer von draußen fragen sich aber, was diese Partei jetzt, nachdem die Energiewende vollzogen wird, die Verkehrswende langsam, sehr langsam anläuft, will. Ständig reden Parteivertreter von Gerechtigkeit und Umverteilung, brauchen wir wirklich eine dritte Linkspartei, die meint, von Oben nur umschaufeln zu müssen, damit die Gesellschaft zukunftsfähig und fair (von gerecht will ch prinzipiell nicht reden) wird. 

Man kann die AfD wirklich Scheiße finden. Aber sie zwingt die anderen Parteien jetzt mal dazu, jenseits des Konsensgesäusels zu sagen, wofür sie stehen. 

Die Frage ist: Was macht uns stark und was führt zum Zusammenhalt (bei wem). Die Antwort darauf muss jede Partei selber geben. 

 

 

Na, dann kann es ja losgehen!

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