Warum mich die grünlinksdeutsche Debatte nervt. #netzregeln15

Eine Polemik

Während die Amis machen, träumt sich das grüne Deutschland zum bedingungslosen Grundeinkommen hin. 

Die grüne Technologiedebatte läuft in eine verkehrte Richtung. 

Vielleicht sollte man mal fordern, die Technologiefolgenabschätzung zu verbieten. Weil sie von Menschen geführt wird, die in feiner Distanz zu Technologie (außer dem iPhone, das sie verehren), ohne technologische Kenntnis, dafür mit einem Fülllhorn hochtrabender Träume und vielem Alarmgerede, sorry, schwadronieren. 

Betrachten wir die Faktenlage:

Im Silicon Valley werden ganz neue Technologien auf die Startrampe geschoben. Technologische Umbrüche, getrieben von hervorragender Forschung und Entwicklung. Und von viel Geld. Und von viel Ego. Und von viel Falscheinschätzung. Und von viel Abschreibungen. Aber am Ende bleibt was. Auch wenn wir noch nicht wissen, was das sein wird. 

Wissen wird Technologie. Und dann Macht.

Und in Europa? In Deutschland? Bei den Grünen? 

Eine abstrakte Debatte über befürchteten Schaden. Angstgemälde, wie die Welt künftig künftig von Algorithmen gesteuert und gelenkt werden. Schwarzmalen, anstatt die junge Generation zu ermuntern, Technologie (und nicht Politik, Soziologie oder Pyschologie) zu studieren. 

Warum geht man denn nicht erst ein paar Schritte und schaut dann, was passiert? Dann kann man immer noch steuern. 

Naturwissenschaften verändern die Welt. Soziologen interpretieren sie nur. Und Politiker (oftmals) auch. 

Im europäischen Fall kommt dazu, dass ganz Europa zuschaut, wie europäische Wissenschaftler nach USA auswandern, weil sie es scharf finden, das mal Neues ausprobieren zu können. Und nicht nur zu lamentieren. 

Nun bin ich kein unbedingter Fan des Silicon Valley Modells. Aber alle europäische Diskussion muss sich dem Wettbewerb mit dem Modell Silocon Valley stellen. 

Beispiel Genossenschaften. Ja, man kann anders arbeiten. Dann sollen die Menschen doch Genossenschaften gründen und nicht nur politische Debatten führen, wie schön es wäre, wenn es es Genossenschaften gäbe. 

Man muss es mal tun. 

Was einen zweifeln lässt an Europa, ist, dass es eine Überschätzung des Politischen, eine Überschätzung politischer Entscheidungsfindung gibt, aber die Nachteile politischer Entscheidungen ausblendet. 

Jetzt werden in Berlin die Startups gefeiert. Ok, es gibt ein paar, aber wenn es um großes Geld geht, dann hauen alle ab nach den USA. Weil niemand sich in Europa dafür stark macht, mal richtig fettes, globales Geld anzulocken. 

Politische Entscheidungen stärken Bestandsinteressen. Das ist bequem. Worüber veränderungsbereite Politik debattieren müsste, ist aber, wie sie die Veränderung begleitet. Das wird unbequem. Also näher rangehen an die Veränderungen. Und nicht festhalten am Alten. 

Denn das geht unter. 

 

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